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Dienstag, November 13, 2007

Wenn man Papa wird, ist ja alles ganz anders. 

Man hört so oft von diesem unbeschreiblichen Gefühl Vater zu sein und davon, wie das das Leben verändert. Nun bin ich Vater und ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Verwundert stellte ich fest, dass sich dieses Vatergefühl nicht dauernd einstellt. Man muss nochmal eben zur Tanke, weil der Kuchen um 22 Uhr nicht klappen wollte, um einige Zutaten nachzukaufen. Eine Alltagssituation halt. Ich springe ins Auto, düse dahin und auf dem Weg merke ich, dass da kein Unterschied zu spüren ist. Es fühlt sich an wie früher. Ganz normal. Diese Last der Verantwortung liegt nicht wie ein Damoklesschwert über einem drüber. Etwas anders ist es, wenn man einkaufen geht. Da spürt man dieses Vatergefühl schon deutlich. Da werden 200 Euro für eine Napajiri Jacke mal eben eben nicht ausgegeben. Es ist nicht so wichtig. Luxusartikel verlieren etwas die Begehrlichkeit. Den Glanz nicht. Sobald man Entscheidungen trifft, ist dieses Gefühl da, dass man eine Tochter und Familie hat. Entscheidungen fallen aber keineswegs schwerer. Sie fallen halt nur etwas anders. Ganz automatisch.
Aber es gibt auch Momente, wenn man dieses unbeschreibliche Vatergefühl dann doch spüren kann. Wenn ich die Kleine ins Bett bringe. Das ist mit nichts zu vergleichen. Da trägt man dieses kleine Wesen, was so leicht ist wie ein Kasten Wasser (leere Flaschen), also ohne großer Kraftanstrengung trägt man dieses kleine schlafende Lebewesen behutsam durch die Wohnung. Sie hat die Ärmchen von sich gestreckt. Nicht angewinkelt, sie hängen runter wie kleine Fügelchen. Sie atmet so leise, dass man es kaum hört. Sie hängt da einfach in Deinen Handflächen. Du schaust ihr rundes kleines Gesicht an. Die kleinen Wimpern, die Augenbrauen, die noch keine sind, alles so süß. Und so zerbrechlich. Dieser Moment ist unbeschreiblich. Und den kann man jeden Tag haben.

 

Gas gaben:

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